Zu Besuch in Gotteshäusern: Interreligiöser Dialog im Modul Religionspädagogik der Fachschule Sozialwesen

(dok) Kinder sind Suchende und haben schon früh ein grundlegendes Interesse an religiösen Fragen, davon geht der Lehrplan der Fachschule Sozialwesen aus. Um den Kindern einen Zugang zur Religion im Allgemeinen vermitteln zu können, werden angehende Erzieher in Rheinland-Pfalz religionspädagogisch ausgebildet.

Dabei beschränkt sich der Unterricht nicht auf die christlichen Feste und Traditionen, sondern bezieht - im Sinne einer pluralen Gesellschaft - Wissen über alle Weltreligionen mit ein. Damit wird auch die Fähigkeit zur interreligiösen Verständigung geschult, ohne die eine Arbeit mit Kindern mit verschiedenen konfessionellen und religiösen Hintergründen schwer vorstellbar wäre.

Zum Abbau von eventuellen Hemmschwellen und zum Aufbau eines interreligiösen Dialoges führt die BBS Donnersbergkreis seit einigen Jahren in jedem Schuljahr mehrere Unterrichtsbesuche in Gotteshäusern unterschiedlicher Religionen durch. In diesem Jahr waren dies die Ayasofya Moschee in Eisenberg, das buddhistische Dharmahaus in Obermoschel sowie die katholischen Kirchen St. Matthäus in Eisenberg und St. Sebastian in Rockenhausen.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten Gelegenheit die Gebäude zu besichtigen und mit Verantwortlichen der Einrichtungen zu sprechen. Im Dharmahaus konnten sie dieses Jahr als besonderes Ereignis an einer geführten Meditation teilnehmen. Bei den katholischen Kirchen übernahm dankenswerterweise Kollegin Jutta Schitter die Führung. Als Musiklehrerin erklärte sie den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Funktionsweise der Kirchenorgel, sondern spielte für sie verschiedene Stücke und begleitete den gemeinsamen Gesang.